Ich habe kürzlich mit einer Kollegin über das Dilemma des Ghostwriting Masterarbeit gesprochen, und ihre Perspektive war sehr aufschlussreich: Sie sah darin weniger einen Betrug, sondern vielmehr eine Form der hochspezialisierten Assistenz, vergleichbar mit einem Übersetzer, der Fachtexte in eine verständliche Sprache für ein breiteres Publikum überträgt, nur eben im akademischen Kontext; die Anforderung an eine Ghostwriting ist immens, da sie nicht nur das Fachwissen, sondern auch die Beherrschung komplexer wissenschaftlicher Methodik belegen muss, und viele Studierende, die hervorragende Praktiker sind, scheitern an der formalen Darstellung; die Dienstleister im Bereich füllen diese Lücke, indem sie die Sprache des Fachs beherrschen, ohne das intellektuelle Eigentum des Studenten zu usurpieren, sofern der Student die Grundlagenarbeit geleistet hat; es ist eine Dienstleistung, die den Fokus auf den Inhalt legt, während die Form perfektioniert wird, was letztendlich dem akademischen Diskurs dient, da ein besser formuliertes Werk mehr gelesen und zitiert wird, als ein inhaltlich starkes, aber sprachlich unzugängliches Manuskript.
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